Banner PHL3

Von 2004 - 2010 durfte Diego die schönen Seiten eines Hundelebens kennen lernen....

Diego_aktuell
Diego_aktuell1

Dezember 2005

Liebe Frau Bonk!                            

 - und all' die anderen Damen.

Herrchen ist im Keller und biegt wieder Eisen in seiner Mucky-Bude - wuff!

Das ist für mich die beste Gelegenheit,mal an seinen Computer zu gehen und Bilder von mir zu scannen...traut er mir ja garnicht zu...obwohl er immer sagt, ich sei ein schlauer Hund und hätte bei ihm viel gelernt...wau!

Obwohl, psst...das gebe ich ja ehrlich zu,ich habe immer noch Probleme, die Tastatur mit ihren winzigen Buchstaben zu bedienen.Die ist in keinster Weise hundefreundlich!!

Die BIlder von mir hänge ich jetzt in den Anhang - hab' ich mir alles von meinem Herrchen abgeguckt...und der dachte, ich schlafe...Ha!

Viel  Spaß, liebe Frau Bonk, beim Betrachten der Bilder. Mein Mensch ist auch mit drauf. Der hat ja auch so'n bisschen weißes Fell, aber nur im Gesicht...mein Fell ist viel schöner.

Ich hör' was tapsen...er kommt die Treppe hoch..ist natürlich längst nicht so schnell wie ich...hat ja auch nur zwei Beine...muß sowieso Schluß machen,krieg' vom ungewohnten Tippen 'nen Pfotenkrampf.Was soll's, ich wünsche Ihnen zu Weihnachten viele Knochen und Hundekuchen, die sie dann an meine Artgenossen weitergeben können.

So long, oder wie ich auf Lanzarote immer gesagt habe,

Hasta la vista! Wau


DIEGO
Vier Besitzer hatt’ ich laut Hundepass, Leute, das war nun wirklich kein Spaß,
alle haben mich irgendwann abgegeben, was war das ein trauriges Hundeleben,
zwischendurch noch die herrenlosen Zeiten, da mußt’ ich mein Leben alleine bestreiten,
in Mülltonnen hab’ ich nach Nahrung geschaut und wenn’s ging, hier und da auch mal was geklaut,
war heruntergekommen und abgerissen, aus Mitleid, da warf man mir zu ein paar Bissen,,
and’re fingen mich ein, ich wurde gehetzt, und dachte voll Grauen und Schreck nur entsetzt,
“Das war es dann wohl, alter Hundesohn...”, denn sie brachten mich nun in die Todesstation.
Hätt’ es die Hundehilfe nicht gegeben, PODENCO genannt, ich wär’ nicht mehr am Leben,
ich kam dann sogar mit ’nem Bild in die Zeitung und die fand im fernen Deutschland Verbreitung,
struppig und unfrisiert, wie ich war, so sah mich in Deutschland ein Ehepaar,
die Frau Bonk, sie wurde mein himmlischer Bote, denn sie holte per Flugzeug mich aus Lanzarote,
mit Beruhigungsspritze, noch etwas benommen, bin ich dann mit ihr bis nach Lünen gekommen,
und als mich das Ehepaar dann hier erblickt, da hatt’ ich den Eindruck, die war’n schwer entzückt,

Diego1 Diego2
Diego

doch verstand ich nur Spanisch – ole!, por favor, ihre Sprache, die kam mir sehr Spanisch schon vor,
doch uns Hunden, das ist auch den Menschen bekannt, sagen Stimme und Tonfall bereits allerhand,
ich konnt’ es noch gar nicht fassen, mein Glück, das schien Liebe zu sein auf den ersten Blick,
zu Hause hat’s Herrchen nur kurz gepfiffen, dann kam ich, das hatt’ ich ungehend begriffen,
und so einfache Worte wie “Komm, Platz” und “Sitz”,begriff ich natürlich so schnell wie der Blitz,
sah ich in seiner Hand dann die Leine, dann zuckten mir freudig erregt schon die Beine,
ab in die Natur, zwischen Bäume und Gras, ich bellte vor Freude – Mensch! – war das ein Spaß!,
voll Erwartung zog ich in’s Grüne hinaus, und riss meinem Herrchen die Arme fast aus,
hier konnte ich schnüffeln – ach – war’n das Gerüche!, das roch fast so schön wie in Frauchens Küche,
ein par Hunde, die lernte ich zwischendurch kennen, einer knurrt, einer bellt, einer schnappt, and’re rennen.
Ich vergesse hier bald meinen Hunger, mein Leiden, mein Herz, das schlägt nur noch für diese beiden, ihre Liebe, die merke ich täglich auf’s Neue, auch ich bin verliebt und halt beiden die Treue,
eine Zukunft liegt vor mir, die strahlt wie die Sonne, wir bleiben zusammen, ist das eine Wonne.
Michael Klitzke 10.9.2004